Book Title: Das Mahanisiha Sutta
Author(s): Walther Schubring
Publisher: Verlag Der Konigl Berlin

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Page 9
________________ Shri Mahavir Jain Aradhana Kendra www.kobatirth.org Acharya Shri Kailassagarsuri Gyanmandir W.SCHUBRING: beziehen, anscheinend nur sehr wenig auf. Wir wüßten auch kein Textstück, auf das die Behauptung zuträfc, es sei unter Heranziehung kanonischer Stellen ausgetlickt, denn Anklänge dieser Art kommen nicht vor. Aber jeder Hinweis auf vorgefundene Mängel konnte das Werk als eine ehrwürdige Ruine aus längst vergangener Zeit erscheinen lassen. Die Beziehung auf den Suminiyasära und den Samayasāra ist uns nicht verständlich; vgl. übrigens S. 55 und 76. Die angeführten Stellen setzen indessen nur ein Bestreben fort, das schon in dem Werk selbst deutlich hervortritt. Der Verfasser ist stark bemüht, seinem Erzeugnis Geltung zu verschaffen. Gleich der Anfang verrät diese Absicht. Er besteht in einer wortreichen Einleitung in Prosa vor dem Beginn der Slokas des 1. Kapitels. Durch die Befolgung des ausgezeichneten Mahānisiha werden Mönch und Nonne sündenrein, sie finden Gefallen am frommen Wandel und lassen ab von jeglichem Ubel (s. Verz. II 631 f.). Das 3. Kapitel wird durch Verse eingeleitet, die demjenigen, der den Text Unberufenen ausliefert, Walınsinn und lange Krankheit androhen. Alte Werke des Kanons werden in Äußerlichkeiten nachgeahmt, um den Eindruck der Ehrwürdigkeit hervorzurufen. So hebt der Text an mit den Worten suyam me, āusam, tenam bhagavayā evam akkhayam: iha khalu ..., und seine Abschnitte schließen mit ti bemi. Hierher gehört auch der Ausdruck puccha java nam vayasi, z. B. 2 VII, 5 1. V, 7 V. Er lehnt sich an den feierlichen Eingang der Viyahapannatti an (Bhagavatisūtra, Benares 1938, Bl. 13; Verz. II 422), von wo der Wortlaut zu ergänzen ist. Der Titel des Textes sucht diesen zum Nisiha-Sutta in Beziehung zu setzen; ob mit Recht, wird später dargelegt werden (S. 48). Die Einkleidung hüllt sich nach kanonischer Art in das Gewand eines Zwiegesprächs zwischen Mahāvira und Goyama. Um den ersteren als Sprecher erscheinen zu lassen, werden die Vorgänge, die er erzählt, soweit sie überhaupt eine Zeitangabe enthalten, in entfernte Weltalter zurückverlegt. In den fünf Bharaba und Eravaya nämlich, d. h. den einzigen Erdteilen, wo überhaupt ein Zeitablauf stattfindet', folgt eine Reihe von 24 Tirthakara (cauvīsigā) gleich der gegenwärtigen, die mit Usabha begann, auf die andere (6,2 12). Einige Erzäihlungen (4 I, 6 III, wohl auch 5 III) spielen unter dem achten, zwölften und dritten Tirthakara seit Usabha; rei (5 VII, 6 II, IV) » in einer anderen«, Vivālapannatti Bl. 1500 For Private And Personal Use Only

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