Book Title: Das Mahanisiha Sutta
Author(s): Walther Schubring
Publisher: Verlag Der Konigl Berlin

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Page 36
________________ Shri Mahavir Jain Aradhana Kendra www.kobatirth.org Acharya Shri Kailassagarsuri Gyanmandir Das Mahānisiha-Sutta. 35 Dichter bezeichnende Form erscheint, doppelte und zweifelhafte Zeilen ungerechnet, im ganzen einige dreißigmal und in allen Kapiteln seiner Arbeit Erwähnen wir noch die Häufigkeit von prosaischen Einschüben in und zwischen den Strophen, deren Umfang sich von einem Wort über balbe und ganze Sätze bis zu einer Fülle schmückender Beiwörter (6 VIII Anf.) steigern kann, so haben wir den Hauptteil in seiner Form hinreichend beschrieben. Bei den Legendenstoffen verweilen wir noch. Im Gegensatz zu den übrigen Erzählungen scheint die von der Nonne Rajja ( 6V) nicht eine eigene Erfindung, sondern aus einer anderen Quelle entnommen zu sein. Dafür spricht' erstens ihre Prosagestalt, durch die sie sich von der Umgebung scharf abhebt; nur zwei Sloka-Strophen dienen als Einführung. Zweitens haben wir schon gezeigt (S. 8), daß die Absichten des Verfassers ihn darauf führen, seine Geschichten in weit zurückliegenden Epochen spielen zu lassen. Bei Rajjä fehlt dies Moment, sie lebt einfach zur Zeit des āyariya Bhadda. Dasselbe Stillschweigen hinsichtlich der Zeit nicht nur, sondern auch des Ortes und der Person begegnet bei Nandisena (6 I). Man hat hier den Eindruck, daß die Geschichte als bekannt vorausgesetzt wird. In der Tat ist Nandisena eine historische Persönlichkeit, als Sohn König Seņiya's ein Zeitgenosse Mahavira's. Am frühesten erscheint er in Bhadrabāhu's Avassaga-nijjutti, Str. 9, 63. Haribhadra erzählt den Vorgang, auf den diese Stelle anspielt, in seiner Avasyaka-tīkā, und zwar mit den Worten der Cunni, und gleichfalls in dem Kommentar zu seinem Uvaesapaya, dessen Strophen 38-51 er aus der Av.-nijj. entnommen hat (Str. 9, 52-65)? Seine Erzählung deckt sich indessen nicht mit der des Mahānisiha; Nandisena ist in ihr überhaupt nur eine Nebenfigur. In unserer Form findet sich der Bericht, möglicherweise auf das Nisiha-bhāsa zurückgehend', erst bei späteren Verfassern. Es sind dies, soweit wir bisher sahen, Dharmadasa Ganin, UvaesamālaStr. 248; Jayakirti, Silovaesamālā Str. 31; Hari, Eine Beobachtung in der Ausdrucksweise s. S. 79. - Upadešapada, Bhavnagar 1900. Der uns allein vorliegende erste Teil reicht leider noch nicht bis zu dem Kominentar zu Str. 49. * Es heißt dort 7. 7: 8a-vikāro moh'uddirana ya vakkheva-rüyan'āinnam gahanam ca tena dandiga ditthanto Nandisenenam, Die Cunni war zur Zeit nicht zugänglich. Herausgegeben von Tessitori, Giorn. della Soc. asiat. ital. 25 (1912). Für die anderen Werke und ihre Kommentare verweisen wir auf Verz. II. For Private And Personal Use Only

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