Book Title: Das Mahanisiha Sutta
Author(s): Walther Schubring
Publisher: Verlag Der Konigl Berlin

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Page 37
________________ Shri Mahavir Jain Aradhana Kendra 36 www.kobatirth.org W. SCHUBRING: Acharya Shri Kailassagarsuri Gyanmandir Karpuraprakara Str. 121; Merutunga, Mahapuruşacaritra oder Upadesaśata, Nandişenakatha. Sie begnügen sich damit, auf die bekannte Geschichte anzuspieler; deren Hergang erfahren wir durch die Kommentatoren bezw. Merutunga selbst. Am ausführlichsten sind Somatilaka Sūri zu Jayakirti in dem Nandişenamaharṣikathanaka von 67 Slokas und Rāmavijaya zu Dharmadasa. Hier wird auch die Vorgeschichte. gegeben. Sie erzählt, wie Nandişena durch sein bloßes Erscheinen einen Elefanten bändigt, der in plötzlicher Wildheit die Einsiedelei, der er gehört, zu zerstören droht. In diesem Elefanten steckt nämlich die Seele eines Brahmanen, bei dem Nandisena in der Vorexistenz im Dienste gewesen. Er hatte dabei die Gewohnheit, die Reste des Opfers an Jaina-Mönche zu schenken. Śrenika wird nun später mit den Seinen, dabei auch Abhaya und Nandişena, von Mahavira für das Laientum gewonnen. Nandişena aber will Mönch werden und begibt sich zu Mahavira, obwohl eine Gottheit, in der Luft erscheinend, ihm abrät. Tilgung des Karmans ohne Auskosten des Karmans gebe es nicht, er müsse seine Zeit abwarten und dürfe nicht ungeduldig drängen, daher solle er im Laienstande verbleiben. Von Mahavira erhält er dieselbe Weisung. Trotzdem setzt er es durch, die Weihe zu erlangen, und gibt sich der strengsten Kasteiung hin. Schließlich gedenkt er sein Leben gewaltsam zu endigen. Dieselbe Gottheit indessen verhindert den Selbstmord, unter anderem fängt sie ihn in der Luft auf, als er sich von einem Felsen stürzt. Sie tadelt ihn und wiederholt ihre Mahnung. Er setzt seine Übungen fort und erlangt dadurch Zauberkräfte. Mittels ihrer verwandelt er, als er an die Hetäre geraten ist (s. o. S. 21), das Gras auf ihrem Hofe in Gold. Durch ihr flehentliches Bitten läßt er sich bestimmen zu bleiben und gibt damit das Mönchtum auf (tyakta-linga). Während er die selbstgestellte Aufgabe (s. o.) durchführt, genießt er sein Leben. So vergehen zwölf Jahre. Eines Tages aber will sich die zehnte Person, die zu bekehren wäre, nicht finden; da gibt die Hetäre ihm den Rat, selbst dieser Zehnte zu sein. Dies befolgt er und begibt sich zu Mahavira in der Erkenntnis, daß sein Karman bis hierher getilgt und er zum Mönchtum reif sei, beichtet bei ihm und geht am Lebensende in die Götterwelt ein. Kürzer in der Darstellung sind Somacandra zu Hari und Merutunga. Dem letzteren ist eine metrische Prakrit-Fassung bekannt, nach einer Strophe zu schließen, die in seinem Sanskrit-Text auftaucht: For Private And Personal Use Only

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