Book Title: Das Mahanisiha Sutta
Author(s): Walther Schubring
Publisher: Verlag Der Konigl Berlin

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Page 75
________________ Shri Mahavir Jain Aradhana Kendra www.kobatirth.org Acharya Shri Kailassagarsuri Gyanmandir 74 W.SCHUBRING: sie bedenklich. Denn die Betrachtung der Susadhakahā hat 'uns gezeigt, daß Devendra, wie getreu er auch sonst dem Mahānisıha als seiner Vorlage folgte, die drei Stellen unterdrückt hat, die sich mit ihr beschäftigen. Es ist dies nicht das Einzige, was in seiner Bearbeitung weggefallen ist. Außer geringfügigen Einzelheiten hier und da ist auch die kurze Erörterung über das Tilgen des Karmans (8 VIII) bei ihm weggeblieben. Warum, ist nicht ohne weiteres deutlich, denn wir sehen darin nichts, was ein Rechtgläubiger nicht unterschreiben könnte. Es wird aber eine gewisse Gewagtheit des Ausdrucks gewesen sein, die Devendra lieber unterdrückte. Der Satz: jārisenam ... adina-māṇasenam... pāovayamanan sinasanam padicannam, tārisenam ... suhajjhūn'a[jjho]vasõenam na kevalom se ege sijjhejja kann wohl stutzig machen, da er eine unerhörte Übertragbarkeit der Wirkung guter Werke auf andere ausspricht. Das Nächstfolgende hebt dies allerdings sofort auf: jai nam kahūi parakayukommusamkamam bhavejjā, tā nam savvesim borca-sattūnom 18sa-kammakklayım kaunam sijjhejja; navaram parakaya-kammam na kassai sumkamrija; wenn irgendwie ein Übergehen von fremdem Karman stattfände, so könnte einer zur Erlösung kommen, nachdem er das Karman aller Wesen, die ebenfalls dazu bestimmt sind, restlos getilgt brätte. Nun dürfte aber auf niemanden fremdes Karman übergehen«. Jedoch mag der erste Eindruck bestimmend geblieben sein. So tut Devendra auch der Strophe 6, 230 nicht Erwähnung, in der Lakkhanadevi, es beklagend, daß ihre Nonnenschaft ihr Freude und Lust verbietet, vom Tirthakara mit Bitterkeit sagt: tā niddukkho so, annesim suha-dukkhum nu yaņai. Das Bild der charakteristischen Anschauungen des Mahānisiha wird jedoch erst vollständig, wenn man auf den tantrischen Einschlag im Text aufmerksam wird. Es handelt sich um Sprüche (vijā), die aus bestimmtem Anlaß und zu bestimmtem Zweck gebraucht werden. Nicht alle sind uns verständlich. Die Schuld hieran trägt die mangelhafte Überlieferung. Die Fähigkeit der Schreiber hat bei der Schriftart, die hier angewendet wird, vielfach versagt. Die Formeln werden nämlich in der Weise aufgezeichnet, daß jeder konsonantische Aksara durch den Konsonanten init Virama und das selbständige Vokalzeichen geschrieben wird; o ist in a u aufgelöst; der Anusvāra erscheint als m. Wir lesen also: aum namau = namo For Private And Personal Use Only

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