Book Title: Das Mahanisiha Sutta
Author(s): Walther Schubring
Publisher: Verlag Der Konigl Berlin

View full book text
Previous | Next

Page 100
________________ Shri Mahavir Jain Aradhana Kendra www.kobatirth.org Acharya Shri Kailassagarsuri Gyanmandir Das Mahānisiha-Sutta. 99 ganze Liste ist aber erst nachträglich dort hineingekommen, was schon daraus hervorgeht, daß das Nandi-Sutta selbst darin auftritt. Das Wort Mahonisiham in ihr kann auch leicht auf Interpolation beruhen. Denkbar ist jedoch noch ein anderes: daß der Urheber der Liste einen anderen Text dieses Namens kannte als wir lieute. Dies wäre nicht ohne Vorgang, hat doch das 10. Anga einen ganz anderen Inhalt als sein Titel Panhavagaranäim, » Fragen und Erklärungen«, ankündigt, und fehlt doch dem 8. und 9. Anga jede Zehnteilung durchaus, die man nach ihren Namen Antakada- und Anuttarovavaiya-dasão erwartet. Einem Mahānisiha, das in früherer Zeit an der Stelle des unsrigen gestanden hätte, sind wir denn auch vielleicht auf der Spur, wenn wir uns an das Pacchitta-sutta (7 II) erinnern. Die Betrachtung des Strafmaßes zeigte uns, daß es in seiner Mäßigung unmöglich den gleichen Urheber haben kann wie die Maßlosigkeiten der anderen Stellen. In ihm liegt augenscheinlich ein Niederschlag älterer Praxis vor, der aus einem früheren Mahānisiha stammen kann. Die Zugehörigkeit unseres Textes zum Kanon ist in der Tat seit langem bestritten. Das geht nicht nur gerade aus der Bchauptung der von uns (S. 6) angeführten Sanskrit-Glosse hervor, daß dies Sütra ārşam, d. h. kanonisch sei, sondern noel deutlicher aus allem, was von seiten eines Späteren das Ansehen des Textes zu heben ersonnen worden ist. Aus den Namen war zu schließen, daß die Darstellung frühestens ins 12. oder 13. Jahrhundert gehöre. Sie dürfte sich -- ebenso wie Jinaprabha Sūri's Bemerkung samvat 1363 in der Vihimaggapavā (Verz. II 862) -- gegen gewisse Abtrünnige richten, über die Dharmasagara in seinem Kuvakkhakosiyasahassakirana berichtet. Bhandarkar teilt nämlich im Anschluß an die oben (S. 6) aus Kap. 3 dieses Werkes wiedergegebenen Worte mit: » Chandraprabha and his sect as well as the Lumpákas and the Chaityavasins do not recognise the Mahåniśitha at all.. Candraprabha aber ist der Begründer der Paurņimāyaka- oder Paurramiyaka - Sekte saivat 1159. Aus den Angaben, die sich bei Bhandarkar und in Webers Abhandlung über das » Kupakshakauçikâdityafinden, würden wir wünschen, ungefähr zu schließen, was die Genannten veranlaßt hat, das Mahānisiha abzulehnen. Hinsichtlich der Paurnimayaka 'bleibt einige Unklarheit. Candraprabha steht auf dem Standpunkt, daß ein Mönch an den Feierliclikeiten, die die Aufrichtung des von einem Laien gestifteten Jinabildes For Private And Personal Use Only

Loading...

Page Navigation
1 ... 98 99 100 101 102 103 104 105 106