Book Title: Das Mahanisiha Sutta
Author(s): Walther Schubring
Publisher: Verlag Der Konigl Berlin

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Page 80
________________ Shri Mahavir Jain Aradhana Kendra www.kobatirth.org Acharya Shri Kailassagarsuri Gyanmandir Das Mahānisiha-Sutta. 79 Femininen stehen nicht in den eigentlichen disziplinarischen Sammlungen. Auch im Mahānisiha erscheinen sie nur in der Erzählung: samani nigganthi in 8 IV, in den Legenden: anagūra und ori in Verbindung mit den Namen Duppasaha, Vinhusiri, Sirippabha und Sejjambhava, und im allgemeinen Sinne: sumuna und (bei der Beichte der Nonnen) samanī. Herrschend ist der Gebrauch, den Mönch sähu zu nennen, die Nonne sõhuni. Bezeichnend sind folgende Ausnahmen: bhikkhu und bhikkhună stehen da, wo es sich um ausdrückliche Gebote und Verbote handelt, also im Pacchitta-sutta 7 II und in 4 III, wo die Abkehr von jeder Gemeinschaft mit Ketzern feierlich gefordert wird. Der Ausdruck ist ohne Zweifel altertümlich gewählt. Ihm entspricht, wie schon angedeutet wurde, in 7 II der guni an Stelle des gucchdhivai. Nur in einem einzigen kurzen Zusammenhang findet sich dort dieser letztere und gleichzeitig der sāku. sõhu und nigganthi stehen zusammen beide Male, wo die Anhängerschaft eines Lehrers nach Zahlen benannt wird, nämlich bei Vaira (5 III) und bei Bhadda (6 VI). Neben dem sūhu haben wir die ajjā in 5 II, wohl aus metrischen Gründen der sūhuni vorgezogen. samjur wird die Nonne durchgehends genannt in der Geschichte von Raijā, auch dies (s. S. 35) ein Zeichen von deren besonderer Herkunft. Die Laien heißen samanovāsaga und saddha(ga), saddhiya. Von der Aufnahme als Mönch, dem pavvāvettae, wird unterschieden das dikkhettae, die endgültige Weihe zum Mönchtum. Personen, denen beides aus sittlichen oder aus körperlichen Gründen versagt werden muß, sind in 5 V ausführlich genannt. Zu den ersteren gehören alle Gewalttätigen, Begehrlichen, Vergnügungssüchtigen, Unzuverlässigen. Geschäft und Herkunft stehen im Wege den Dirnen und ihren Söhnen, ihre Vergangenheit den mit dem Verlust von Ohr, Nase oder Lippe Bestraften, der Zustand ihres Leibes denen, deren Auge, Hand oder Fuß nicht gesund ist, die ein Blasenoder Darmleiden haben und die halb oder ganz lahm oder taubstumm sind. Die Einkleidung als Mönch oder Nonne ist im Mahānisiha das vesaggahana. Eine Frau, die sich mit einem Manne einläßt vesa-ggahanam acchaddiya (2 VIII), ohne ihre Nonnenschaft von sich zu tun, verfällt dem schärfsten Tadel und der tiefsten Verachtung. Als die Anhänger des Vaira (5 III) sich wider sein Geheiß entfernen, erinnert er sich daran, daß man einem Mönch, der die Verwarnung in den Wind schlägt, mißachtet und nicht befolgt, seine Stellung als solcher nehmen kann (se o tussa vest-ygahanam uddalejja, vgl. S. 55). So geschieht es auch dem einzigen seiner Schüler, For Private And Personal Use Only

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