Book Title: Das Mahanisiha Sutta
Author(s): Walther Schubring
Publisher: Verlag Der Konigl Berlin

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Page 79
________________ Shri Mahavir Jain Aradhana Kendra 78 www.kobatirth.org W. SCHUBRING: Acharya Shri Kailassagarsuri Gyanmandir 6. Ordensregeln. Ehe wir indessen die Persönlichkeit und Zeit des Verfassers weiter erörtern, behandeln wir noch das Mönchsleben, wie es uns im Mahānisiha entgegentritt. Da die Mönchsordnung der Jaina am anderen Orte ausführlich dargestellt wird, können wir uns damit begnügen, den hier sich bietenden Stoff in Kürze vorzulegen, ohne die Linien des Vergleichs mit anderen Texten zu weit zu ziehen. Der sangha, dem Mönche und Nonnen, Laien und Laienfrauen angehören, wonach er vierfach genannt wird, gliedert sich in gaccha (mask. und neutr., s. S. 47) oder gana. Letzteres ist die ältere Bezeichnung, vgl. z. B. das Kappa-Sutta. Im Mahānisiha erscheint sie nur vereinzelt, einmal im Wechsel mit dem Ausdruck gaccha-nikkheva »das Anvertrauen eines Gaccha", und in der überkommenen Reihe kula-, gana-, sangha-bajjha. Der Leiter des Gaccha heißt gacchahivai oder (besonders in 7 II) gani, gelegentlich ganahara, einmal (8 VII) ganahari. yani ist aber auch der Lehrer schlechthin und teilt sich in diese Bedeutung mit ayariya, guru und (nur in Versen) suri. Der uvajjhaya begegnet uns nur im Pañcamangala und in seiner Besprechung. Die bekannte Reihe ayariya, uvajjhaya, pacatti, thera, gani, ganahara, gandvaccheiya ist verschollen, dafür heißt es jetzt, unter Heranziehung eines weiblichen Vorgesetzten, ayariya, mayaharalya), pacattini. Die beiden letzteren finden wir auch in der Vihimaggapava (Verz. II 877). Die Handschriften haben zwar mehrmals mahayara, es ist aber klar, daß matadhara vorliegt, »ein Bewahrer der Lehrmeinung, und daher wohl eine dem früheren uvajjhaya in der Tätigkeit entsprechende Person. Mit dem Femininum mayahari oder makayari wird in der Erzählung von Susadha seltsamerweise die Hirtenfrau belegt. Noch deutlicher als in der Art, wie die Vorgesetzten der Mönche und Nonnen benannt werden, läßt sich an der Bezeichnung dieser selbst ein zeitliches Verhältnis der alten Texte erweisen. Nach unseren Beobachtungen' folgen dort aufeinander: niggantha, nigganthr bhikkhu, nigyanthi · --bhikkhu, bhikkhuni. Die Ausdrücke samana niggantha, anagara und samana mit ihren 1 Vgl. unsere Ausgabe des Vavahura- und Nisiha-Sutta (Abhandl. f. d. Kunde des Morgenl., Bd. 15 Nr. 1), S. 8. For Private And Personal Use Only

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