Book Title: Das Mahanisiha Sutta
Author(s): Walther Schubring
Publisher: Verlag Der Konigl Berlin

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Page 97
________________ Shri Mahavir Jain Aradhana Kendra www.kobatirth.org 96 W. SCHUBRING: teil abweichende Form, nämlich die Prosa, und, wo Verse stehen, deren abweichendes Maß, nämlich die Arya. Über alles aber, die AMg.-Teile nicht ausgenommen, hat der Durchgang durch den zusammenfassenden Geist einer bestimmten, uns freilich nicht bekannten Persönlichkeit das sprachliche Gewand geworfen, das dieser eigen ist. Der Verfasser bildet den Nom. Sg. mask. auf e und 0, und zwar in der Prosa, soweit er nicht erzählt, vorwiegend auf e, in den Strophen ausschließlich auf o; den Nom. Pl. mask. auf e und 7, und zwar in der Prosa vorwiegend auf e, in den Strophen auch auf . Er hat, bei einer allgemeinen Vernachlässigung des grammatischen Geschlechts, doch eine deutliche Neigung zum neutralen Gebrauch maskuliner Nomina. Seine Prosa leidet nicht selten an einem sprachlich falschen Übermaß des Ausdrucks und anderem stilistischen Ungeschick. Im Verse scheut er sich nicht vor dem geraden Śloka-Pada von sieben Silben und formt nicht ungern Gitis statt Aryas (3, 3. 37 f., s. S. 58); es macht ihm nichts aus, eine Strophe gelegentlich durch einen prosaischen Einschub zu stören. Inhaltlich ist für ihn bezeichnend ein Überschwang in den ihm eigenen Angaben, die mit Zahlen verbunden sind, eine gewisse Unsicherheit in seinen Beziehungen auf den Kanon (S. 55), dafür eine Hinneigung zur Mystik in der schriftlichen Form der Gebete und Heilwünsche, die doch für den mündlichen Gebrauch nicht in Frage kommt, und in einem schützenden Spruch, durch den eine tantrische Gottheit gnädig gestimmt werden soll (S. 77). Erwähnt sei auch das Gewicht, das auf die Sternengunst gewisser Tage gelegt wird (S. 62) wie auf Traumbilder und Vorzeichen (S. 76. 24). Es scheint ferner, daß der Verfasser brahimanischem Leben nicht fernsteht. Er bringt Indrani und Sarasvati an (2 VIII), nimmt von Personen des. Maliabharata und Ramayana Notiz (S. 47. 39), läßt die Eltern der Lakkhanadevi (6 VII) eine Tochter ersehnen und diese selbst die Gattenwahl vornehmen, nennt die Söhne des Brahmanen mit Namen, obgleich es für die Erzählung ohne Wert ist (8 III). Die weltlichen Wissenschaften sind ihm wenigstens von fern bekannt (S. 69). Acharya Shri Kailassagarsuri Gyanmandir Gewisse Erscheinungen sprechen, an sich betrachtet, für die verhältnismäßig frühe Zeit des Verfassers. Leumann sagt zu den Avasyaka-Erzählungen (S. 5): Überhaupt macht man in der Erzählungsliteratur die Wahrnehmung, daß, je älter und echter das Prakṛt ist, um so weniger eine grammatische Schulung hervortritt. Das scheint zunächst auf die beschrie For Private And Personal Use Only

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