Book Title: Das Mahanisiha Sutta
Author(s): Walther Schubring
Publisher: Verlag Der Konigl Berlin

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Page 39
________________ Shri Mahavir Jain Aradhana Kendra www.kobatirth.org Acharya Shri Kailassagarsuri Gyanmandir 38 W. SCRUBRING: selbst eine Ansprache halten, Str. 308----313. So hat Devendra im ganzen, bis die Erzählung von Lakkhanadevi selbst einsetzt, 44 Āryas (306 eine gereimte Vasantatilakā) gegenüber 14 Slokas des Mahānisiha. Im weiteren Verlauf liält er sich enger an das Gegebene, doch bringt der Unterschied der Versmaße immer noch ein gewisses Ausspinnen mit sich. Was die Geschichte selbst betrifft, so bemerken wir die Nebenabsicht, den Gedanken der Vergeltung einzuflechten. Das unreine Verlangen der Lakkhaṇadevi wird an Khandottha gerächt zunächst in der bösen Absicht der alten Hetäre, sie geschlechtlich zu verstümmeln, dann in dem tödlichen Vollzug dieses Vorhabens durch die erste Gemahlin ihres Mannes. In einer der späteren Verkörperungen führt sie als Hund ein wollüstiges Dasein, bis (so fügt Devendra ein) der Pfeilschuß eines Töpfers sie tötet, worauf ihre Seele in die Tochter einer Hetäre eingeht. Der Neid der Lakkhanadevi auf die Liebesfreude der Vögel erscheint wieder in der Eifersucht der Hetärenmutter und der gekränkten Mitgattin auf Khandotthā. Zum Schluß des Hauptteils, 6 VIII, ist hervorzuheben, daß allein hier Goyama eine selbständige Rolle spielt. In den Versen und Erzählungen des ganzen Textes stellt er nur den stummen Zuhörer dar, in den dogmatischen Prosa-Partien ist er, wie man es aus der Viyahapannatti, dem Uvavaiya usw. kennt, nicht mehr als sozusagen der Hebel, durch dessen Druck die bezüglichen Darlegungen ausgelöst werden. Wenn er in 6, 310 ff. (worauf noch 7, 1 zurückgreift) eine eigene Theorie vorträgt, so wird mit dieser augenscheinlich eine Anschauung abgelehnt, die zu der Zeit des Verfassers Anhänger gefunden hatte. Der Mittelteil, in Prosa verfaßt, ist, wie wir schon salien, dreifach gegliedert, und jede dieser Abhandlungen zerfällt in Theorie und Beispiel'. An der Spitze stehen die verschiedenen Arten des einzelnen Mönches, der seine Pflichten nicht voll erfüllt. Die śloka-Einführung verheißt, daß die kusilādi dargestellt werden sollen (3, 1), d. h. der kusīla, osanna, pāsattha (es fehlt der sacchanda) und der sabala (3, 13). Aber am Schluß des Kapitels, nachdem der kusīla ausführlich behandelt worden ist, wird auf die Beschreibung des zwiefachen osanna, des dreifachen päsattha, des sacchanda und des 2 2 fachen sabala verzichtet (den Wortlaut s. S. 5). Vielleicht geschieht es unter dem Einfluß des Mittelteils, daß nach ibm auch der Hauptteil in Kap. 6 mit Erzählungen einsetzt. For Private And Personal Use Only

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