Book Title: Das Mahanisiha Sutta
Author(s): Walther Schubring
Publisher: Verlag Der Konigl Berlin

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Page 45
________________ Shri Mahavir Jain Aradhana Kendra www.kobatirth.org Acharya Shri Kailassagarsuri Gyanmandir 44 W. SCHUBRING: uns hierbei an den auf S. 4 wiedergegebenen Bericht Nr. 2a. Danach sollte die Abhandlung über das Pañcamangala zusammenfassen, was seinerzeit ausführlich und in großen Kommentaren gegeben worden war. Da aber diese Kommentare verschollen waren, hätte Vajrasvamin aus der Abhandlung einen Auszug hergestellt und ihn eben dieser einverleibt. Die besagte Abhandlung stamme dem, Inhalt nach von Mahavira, in der Fassung aber von seinen Nachfolgern. Der Ort, wo diese Angaben eingefügt sind, nämlich am Abschluß der Verse von IX, zeigt, daß mit den Worten eso Pancamangala-mahasuyakkharulhassa uddharo eben diese mit Prosa vermischte Darstellung gemeint ist, die als sar'attha eingeführt wurde (s. S. 14). Sie wird also als das Werk Vajrasvamin's hingestellt. Dies kann der Wahrheit nicht entsprechen. Wir schätzen die Glaubwürdigkeit des Verfassers jener Angaben sehr gering ein und kennen sein Bestreben, klingende Namen herbeizuziehen, um das Ansehen des Mahanisiha zu heben (s. S. 7). Die Beziehung, die Vajrasvamin zu unserem Textstück hat, ist ganz anderer Art. Sie beschränkt sich darauf, daß er eine Strophe überliefert haben soll, die es enthält, nämlich die bekannte Verherrlichung der Pancamangala (den Wortlaut s. S. 14). Anderseits kennen wir Vajrasvamin aus der Tradition zum Ayar anga. Nach ihr soll er aus der Mahaparinna (Ayar. I 8) die agasagāmiņi cijja, einen Zauberspruch, der die Fähigkeit des Wandelns in der Luft verlieh, ausgezogen haben. Beide Überlieferungen, deren geschichtlicher Grundlage hier nicht nachgegangen werden kann, sind an unserer Stelle augenscheinlich miteinander verquickt auf Grund des Wortes sur'attha. Die von uns als ein Zwischenstück erkannten Slokas 3, 39-45 (S. 34) enthalten in 40f. die Bezugnahme auf mehr als eine Legende. 40". bhar'accuṇāya uttamayam Dasannabhaddeņa payade. 41. jaheva Dasannabhaddenam uyaharanam, taheva ya cakkahara-bhāņu-sasi-Datta-damay ār viņiddise. 40. payade st. dam! prakkṛtam od. prakatam (Hc. 1, 44). 41. viniddise sai st. "santi. 1 Hiervon ausgehend kommen Jinasigara und Dharmasagara dazu, unsere Stelle Nr. 2 zu zitieren; vgl. Weber, Kup. S. 811, wo der Hinweis auf das Zitat Z. 8 v. u. einzufügen wäre. Die Stelle, die Dharmasägara fälschlich dem 4. Kapitel statt dem 3. zuschreibt, soll beweisen, daß Vajrasvamin in Kanon nichts geändert, sondern eigene Zusätze eingefügt habe (mojjhe lihio). S. a. Verz. Il 964. Wilson's beiläufige Bemerkung, Vajrasvamin sei der Stifter der Mahaniçitha-Sekte (Selected Works ed. Rost, 1. 341), entstammt wohl einem Mißverständuis jener Überlieferung. For Private And Personal Use Only

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