Book Title: Das Mahanisiha Sutta
Author(s): Walther Schubring
Publisher: Verlag Der Konigl Berlin

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Page 29
________________ Shri Mahavir Jain Aradhana Kendra www.kobatirth.org Acharya Shri Kailassagarsuri Gyanmandir W. SCHUBRING: - VII. Uberleitung zu Kap. 8. Die Arya-Str. 99 weist auf Susadha voraus, der die fromme-Anspannung (jayanā) nicht kannte. Dieser Begriff wird in Prosa kurz erläutert. Das Kapitel schließt: Goyamā, Susadhassa una malati samkahā vimhaya-janani ya — 'cha'. cūliyā padhama -- eganta-nijjarā. Das von Weber übersehene Kolophon ist wohl nachträglich hier eingeflickt. Hierin bestärkt uns die Fortsetzung. 8. Biiyā cūliyā. (I.) Der Anfang: 'se bhagaram, kenam ațihenam evam vuccai?' schließt unmittelbar an das Vorhergehende an. Alsbald beginnt die Erzählung. In der Stadt Sambukka im Lande Avanti lebt ein armer Brahmane namens Sujjhasiva. Seine Gemahlin starb bei der Geburt einer Tochter, die Sujjhasiri genannt wurde. Diesen Verlust der Mutter hat sie dadurch verschuldet, daß sie in ihrem vorigen Dasein als Nebenfrau eines Königs der Mutter des Thronerben den Tod gewünscht hatte, um für sich und ihren Solen die königliche Macht zu erlangen. Sujjhasirī ist von großer Schönheit. Als sie eben erwachsen, tritt eine lange Hungersnot ein, und ihr Vater weiß sich nicht anders zu helfen, als daß er sie an einen reichen brahmanischen Oberaufseher (mūhana-govindu) verkauft. In geringer Achtung seiner Mitbürger verläßt er das Land und wird in der Fremde ein reicher Mann. Nach acht Jahren Hungersnot ist der Oberaufseher gänzlich verarmt. Eine Hirtenfrau bringt eines Tages ihm und seiner Familie ein paar Klöße, die sofort verzehrt werden. Der Reistopf aber, mit dem die Frau gekommen war, ist nicht wiederzufinden. Auf der Suche danach sieht die Aufsehersfrau ihren ältesten Sohn, wie er zusammen mit einer Dirne es sich bei einem Reisgericht wohl sein läßt. Er glaubt sich hierbei bedroht und schüchtert seine Mutter derartig ein, daß sie vor Schreck umsinkt. Man findet sie nach einiger Zeit und bringt sie wieder zu sich. - (II.) Sie hält nun eine Ansprache. Familie, Verwandtschaft und Freundschaft sind leere Worte; in Wahrheit verfolgt jeder seine eigenen Ziele und kümmert sich um die Seinen nur, solange sie ihm nützlich sind. Hier war der eigene Solin ein Beispiel. Man löse darum dieses Band, das nur Leiden heraufführt, und weihe sich dem Dharma; dieser aber besteht in der Ausführung der sechs großen Vorschriften und in frommem Wandel. Ārya-Str. 1 -12 preisen den Dharma und die Frömmigkeit. -- III. Diese Rede, die angeblich auf der Erinnerung an frühere Existenzen beruht, er piiyā Hss. ? Daher die Kenntnis der Jaina-Lehre. For Private And Personal Use Only

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