Book Title: Das Mahanisiha Sutta
Author(s): Walther Schubring
Publisher: Verlag Der Konigl Berlin

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Page 26
________________ Shri Mahavir Jain Aradhana Kendra www.kobatirth.org Acharya Shri Kailassagarsuri Gyanmandir Das Mahanisiha-Sutta. auch wenn sie flieht, bei den Männern nirgends mehr Glück hat. Khandottha wird aber durch ein Traumbild, das ihr diese Schicksale zeigt, gewarnt und entrinnt. Nach einer längeren Irrfahrt kommt sic in die Stadt Samkhanda und wird dort von einem reichen Manne heimgeführt. Dessen erste Gemahlin aber entbrennt von Eifersucht und stößt eines Nachts der schlafenden Khandottha zweimal einen Feuerbrand in den Unterleib; den Leichnam wirft sie den Tieren zum Fraße hin. Der Gatte wird darauf Mönch. Die vielen weiteren Daseinsformen der Lakkhanadevi werden zur Zeit Seniyajiva's endigen, in dessen Epoche der Tirthakara Pauma leben. wird. Eine bucklige Frau, wird sie in ihrem Dorfe als die Urheberin alles Übels gelten, bis man sie eines Tages schwarz und gelb bemalt auf einen Esel setzt und in die Wildnis jagt. Nirgends erhält sie. Nahrung und fristet aufs kümmerlichste ihr Leben. Endlich wird sie des Heiligen ansichtig, und bei ihm findet sie Zuflucht, Glauben und Erlösung. (VIII) Str. 310 (durch Prosa, lobende Beiworte des bhayaram, vorbereitet) 389. Goyama bringt eine Theorie in Vorschlag, nach der die Mönchwerdung nicht auf einmal, sondern schrittweise im Laufe der Verkörperungen erfolgt. Nachdem man die rechte Einsicht erworben, nehme man im nächsten Dasein die Laiengelübde und so fort, bis man neun Stufen weiter auf der Höhe des Mönchslebens stehe. Diese Lehre werde. namentlich alle diejenigen gewinnen, die sich nicht entschließen könnten, das Mönchtum sofort zu ergreifen, die Verwöhnten und (angeblich) Zarten (dullaliya und sukumaliya). Die Antwort hierauf knüpft an diese heiden Ausdrücke an. Sie sind (in nicht tadelndem Sinne) nur auf die Tirtham-. karas (so) anwendbar, die vom Mutterleibe an durch die Götter gepflegt und verehrt werden. Wenn andere Menschen Schönheit und Wohlbefinden höherer Art genießen, so haben sie diese durch Fasten erreicht, davon durchdrungen, daß das gemeine Glück vergänglich ist. Glück empfinden (dullaliya-suham anuhunti) die Menschen in dienenden Stellungen, in kaufmännischer Geschäftigkeit zum Zweck des Gelderwerbs; sie scheuen keine weiten Reisen um der Liebe, keine Kämpfe um der Ehre willen. Handelt es sich aber darum, diese Tatkraft zu geistigem Fortschritt anzuwenden, so versagen sie plötzlich und trauen sich nichts zu. Um solche kann man sich nicht kümmern. Denn von den Verpflichtungen, welche die Lehre mit sich bringt, kann man sie nicht entbinden, sonst fehlt ihr die Wahrheit. Nun sind die körperlichen Kräfte in der Tat verschieden verteilt. Phil.-hist. Abh. 1918, Nr. 5. For Private And Personal Use Only 4 25

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