Book Title: Das Mahanisiha Sutta
Author(s): Walther Schubring
Publisher: Verlag Der Konigl Berlin

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Page 24
________________ Shri Mahavir Jain Aradhana Kendra www.kobatirth.org Das Mahanisiha-Sutta. 23. Erlaubt ist noch der giyattha-misao [viharo] (wenn man sich nämlich an die Tüchtigen hält). Eine dritte Möglichkeit (d. h. die Gemeinschaft mit den agiyattha) gibt es nicht. Beschreibung des giyattha und seines Gegenstücks. Auf die Weisung eines giyattha mag man Gift einnehmen, es wird sich als Nektar erweisen; was aber ein agiyattha als Nektar ausgibt, ist Gift. Mit einem solchen sich einlassen, heißt sich in die Hände von Räubern werfen oder einen brennenden Wald betreten. Eine Schlange neben sich haben ist besser als einen agiyattha; statt von diesem ein Vermögen anzunehmen, ist Selbstmord durch Gift vorzuziehen; lieber als mit ihm habe man es mit einem Löwen, einem Tiger oder einem gefährlichen Gespenst zu tun. Wer die Gelübde bricht, ist mehr zu meiden als wer einem seit sieben Existenzen verfeindet ist. Das Umkommen im Waldbrand und der Tod überhaupt ist nicht so schlimm wie auch nur ein kleiner Verstoß gegen die Gelübde. (V.) Str. 157-204. Das erste Beispiel für einen ayiyattha ist der Mönch Isara. Als der erste Tirthakara einer früheren Serie ins Nirvana eingegangen ist, lassen sich die Götter, um das Ereignis zu feiern, auf Erden sehen. Dabei wird einem Zuschauer1 die Erinnerung an seine Vorexistenzen geweckt, er wird Mönch und erlangt die Pratyekabuddhaschaft. Eine Gottheit macht ihm dazu den Feger zum Geschenk. Diesen Pratyekabuddha fragt Isara nach seiner Herkunft, wer ihn geweiht und sein Lehrer gewesen sei, und jener gibt ihm ausführlich Auskunft, aber Isara hält sie gerade ihrer Ergicbigkeit wegen für Lug und Trug. Der Pratyekabuddha sucht den Jina auf und wird bei ihm ein Ganahara. Als er nach des Jina Abscheiden den Kanon erklärt, erscheint dem Isara der Satz, daß derjenige, der ein Erdwesen verletze, ein schlechter Mönch sei, nicht stichhaltig, denn ein feines Erdwesen sei der Beschädigung überall ausgesetzt. Doch erkennt er alsbald seinen Gedanken als schwere Sünde. So legt er sich selbst eine starke Buße auf und begibt sich dann wieder zu jenem Pratyckabuddha. Dessen Ausführungen langen alsbald dabei an, daß Verletzungen von Erd- und anderen Wesen in jeder Weise zu vermeiden seien. Isara ist abermals anderer Meinung jener sitze doch selbst auf der Erde, er esse Speise, die über Feuer bereitet sei, und lebe keineswegs oline Wasser. Er verläßt ihn daher voll Mißbilligung und will den Dharma lieber selbst erklären. Da -- Im Text scheinen bei 160 ff. hier und da Zeilen zu fehlen. Acharya Shri Kailassagarsuri Gyanmandir For Private And Personal Use Only

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