Book Title: Das Mahanisiha Sutta
Author(s): Walther Schubring
Publisher: Verlag Der Konigl Berlin

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Page 25
________________ Shri Mahavir Jain Aradhana Kendra www.kobatirth.org Acharya Shri Kailassagarsuri Gyanmandir 24 W. SCUBRING: - fällt ein Stein auf ihn herab und erschlägt ihn; eine Reihe von Daseinsformen schließt sich an, bis er erlöst wird. -- (VI.) Str. 205 f., dann Prosa. Der aus fünfhundert Mönchen und zwölfhundert Nonnen bestehende Gaccha des Bhadda hat die Praxis, an Stelle der vierten Mahlzeit nur reines Wasser zu sich zu nehmen. Da erkrankt die Nonne Rajjä an einem schweren inneren Leiden. Als Ursache gibt sie fälschlich den Genuß ebendieses Wassers an. Die übrigen Nonnen beschließen darauf, reines Wasser nicht mehr zu trinken. Nur eine von ihnen erkennt ein früheres Karman der Rajjā als die Ursache der Krankheit (Str. 207, s. S. 62). Bei diesem Gedanken wird ihr das Kevala-Wissen zuteil. Zu ihr kommt nun Rajjä mit der Frage, warum sie erkrankt sei. Sie erhält die Antwort: erstens babe feuchte Nahrung ihrem schon kranken Körper geschadet, zweitens habe sie sich mit unreinem Wasser den Mund gespült. Nun habe sie aber auch dieses Vergehen nicht gebeichtet. Die Buße, zu der Rajjā sich bereit erklärt, ist zwecklos; denn durch nichts ist die Sünde zu tilgen, daß sic einen falschen Krankheitsgrund angegeben und dadurch alle Nonnen in Verwirrung gestürzt bat. (VII.) Str. 208 --- 309 (255 f.: Aryā). König Jambūdādima und seine Gemahlin Siriyā bekommen nach vielen Söhnen endlich die ersehnte Tochter, die sie Lakkhaņadevi nennen. Der Gatte, den sie diese sich wählen lassen, stirbt kurz nach der Hochzeit zum tiefen Schmerz der jungen Witwe. Um die Zeit (s. S. 8) kommt ein Tirthakara (hier: tilthamkara) ins Land, und der König tritt mit allen den Seinen zu seiner Lehre über. Als die Nonne Lakkhanadevi einmal allein ist, sieht sie mit Neid auf das Liebesspiel der Vögel und bedauert das Gebot der Keuschheit. Ihrer Sünde innegeworden, will sie beichten und büßen, obwohl sie durch ihr Bekennen sich selbst und die Ihrigent bloßstellt. Dieser Gedanke gewinnt denn auch schließlich die Oberhand; hinzu kommt, daß ein Dorn, den sie sich in den Fuß getreten, ihr als ein übles Vorzeichen erscheint. Sie zicht es also vor, sich anscheinend im Hinblick auf jemand anders nach dem Maße der Buße zu erkundigen, worauf sie diese selbst ausführt. Ihr Vergehen wird jedoch damit nicht getilgt. So ereilt sie die Strafe für die eigenmächtig gewählte Buße. Im nächsten Dasein ist sie Khandotthä, die Dienerin einer berühmten Hetäre, der sie an Schönheit weit überlegen ist. Dic Hetäre gedenkt ihr deshalb Ohren, Nase und Lippen abzuschneilen, will sich dam aber - denn sie gleicht ihrer Tochter --- damit begnügen, sie zu verstümmeln, so daß sie, For Private And Personal Use Only

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