Book Title: Das Mahanisiha Sutta Author(s): Walther Schubring Publisher: Verlag Der Konigl Berlin View full book textPage 7
________________ Shri Mahavir Jain Aradhana Kendra 6 www.kobatirth.org Acharya Shri Kailassagarsuri Gyanmandir W. SCHUBRING: Daß Haribhadra und zwar doch wohl der bedeutendere Träger dieses Namens sich mit dem Mahänisiha beschäftigt hat, geht unverdächtig aus dem Kolophon des 4. Kapitels hervor. Dort heißt es: eva. atra caturthadhyayane bahavaḥ saiddhantikaḥ kecid (!) alapakan na samyak sraddadhaty tair asraddadhanair (1) asmakam api na samyak śraddhanam' ity aha Haribhadra-Suriḥ. na punaḥ sarvam evédam caturthadhyayanam anyāni va adhyayanani, asy' aiva katipayaiḥ parimitair alapakair asraddhanam ity arthah.... (die Zweifelspunkte werden kurz aufgezählt, s. S. 42) .... vṛddha-vadas tu punar yatha yavada idam ärṣam sutram, vikṛter na tavad atra pratistha; prabhutas cátra śrutaskandhe arthaḥ, susthe apy atisayena sátiśayani gaṇadharóktāni veda-vacatad evam sthite na kimcid asankaniyam. atavad Ppb, rad B. botir IIss. nāni. Zur Zeitbestimmung dieser Stelle kann dienen, was eine Bemerkung am Ende von 4 II enthält, vorausgesetzt, daß sie aus derselben Feder stammt, was wir der Sprache nach glauben möchten. Auf Goyama's Frage, wie es komme, daß die in Rede Stehenden die beschriebene Pein (S. 18) ein Jahr lang ohne Stärkung ertragen könnten, wird geantwortet: Goyama, sakaya-kammdnubhavao. Es folgt: Seşum tu Praśnavyakarana-vṛddhavicaranad avaseyam. Wir entnehmen hieraus eine enge Beziehung zwischen dem Mahānisiha und dem damals schon »alten Kommentar zum 10. Anga. Dies kann nur die Cunni sein, auf die Abhayadeva, dessen Erläuterung für uns die älteste ist, sich wiederholt bezieht". Seine Zeit, d. h. das 12. Jahrhundert, ist also frühestens auch die unseres Hinweises. Gleichwohl erscheint es uns nicht wahrscheinlich, daß Haribhadra in der Weise, wie Nr. 2b angibt, am Mahänisiha tätig gewesen wäre. Man könnte zwar seine Ungläubigkeit bei einigen Einzelheiten gerade als eine Bestätigung seines allgemeinen Zutrauens zu dem Werk auffassen. Aber' bei genauerer Kenntnis des Mahānisiha wundern wir uns doch, daß seine Zweifel auf jene Punkte beschränkt geblieben sein sollen, und vor allem ist es uns nicht glaubhaft, daß ein Mann von schriftstellerischer Bedeutung wie er die zum Teil einzig dastehenden sprachlichen Besonderheiten des Textes (s. Abschnitt 7) sklavisch übernommen hätte, statt sie seinem eigenen Ein Niederschlag von ihr und oben Nr. 2 findet sich bei Dharmasagara gegen Ende des 3. Kapitels seines Kuv. Der Wortlaut liegt uns leider nicht vor, da die Berliner Hs. nicht soweit reicht. Aber R. G. Bhandarkar entnimmt aus dem Werke für seinen Report ... 1883-84, S. 148 folgendes: Old Acharyas speak of Haribhadra's having held that Siddhasena Divakara and others had no faith in some of the Alapakas in the 4th Adhyayana of the Mahânisitha Sûtra and consequently of his having had no faith in them himself." 2 Vielleicht ist dem Verfasser das Prakrit geläufiger gewesen als das Sanskrit. 3 Vgl. Verz. II 523. For Private And Personal Use OnlyPage Navigation
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